Der Trägerverein

Träger unseres Hauses ist das Evangelisch-Freikirchliche Sozialwerk in Norddeutschland e.V. Das Sozialwerk verfolgt mit der Wahrnehmung seiner Aufgaben unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke.

Unser Leitbild

Wir helfen einander, so zu handeln, wie Jesus es gesagt hat:

Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch. (Matthäus 7,12)

Unsere Grundlage

Das Evangelisch-Freikirchliche Sozialwerk in Norddeutschland e.V. ist entstanden, weil Christen ihre Aufgabe darin sahen, die Liebe Gottes den Menschen zu bringen: Gott bejaht und liebt jeden Menschen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Weltanschauung, Religion, Herkunft und sozialem Stand. An seiner annehmenden Liebe richten wir unser Handeln aus; sie befähigt uns zu einem menschenfreundlichen Dienst am Nächsten. (Wir orientieren uns dabei an Jesus Christus: wie er mit Menschen geredet hat und wie er mit ihnen umgegangen ist, ist unser Vorbild.)

Unser Ziel: Den Menschen Gutes zu tun

Gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Tannenhof Mölln haben wir das Ziel, Menschen auf ihrem Lebensweg für eine bestimmte Zeit zu unterstützen. Wir wollen Menschen einen Raum öffnen, der ihnen Erholung, Sammlung und Ausrichtung für ihr Leben ermöglicht. Unser Arbeiten ist ein Dienst am Menschen im Geiste Jesu.

Foto: Gemeinsam hinwirken …
Gemeinsam hinwirken …

Deshalb dürfen Menschen hier

– Zur Ruhe kommen
– Neues entdecken
– Erzählen
– Fragen zum Leben finden und äußern
– Lachen und Weinen
– Zweifeln und Glauben

Wir behandeln die Menschen so, wie es ihrer persönlichen Bedürfnislage entspricht und wie wir selbst behandelt werden wollen. Wir achten ihre Würde und ihren Willen, investieren Zeit und Zuwendung und gehen freundlich und aufgeschlossen auf diejenigen zu, die sich uns anvertrauen.

Unseren Kollegen begegnen wir mit Wertschätzung. Denn für unsere Arbeit tragen wir gemeinsam Verantwortung. Wir unterstützen uns gegenseitig, auch über Dienstbereiche hinweg. Wir wollen uns gegenseitig persönlich und fachlich fördern. Leitende Mitarbeiter pflegen einen kooperativen Führungsstil und gestalten Entscheidungsprozesse durchsichtig.

Unsere Arbeitshaltung

Wir investieren die uns zur Verfügung stehenden Mittel in eine möglichst hohe Qualität unserer Angebote und Dienstleistungen. Unser sozial­diakonischer Auftrag steht dabei an erster Stelle. Wirtschaftliche Ziele verfolgen wir nur insoweit, wie sie zur Erfüllung unseres satzungsgemäßen Auftrages notwendig sind. Sozialdiakonische Zielsetzung und Leistungs­orientierung sind für uns kein Gegensatz.

Unser Umgang mit Grenzen

Wir sind uns bewusst, dass wir bei der Umsetzung dieses Leitbildes an Grenzen stoßen werden. Den Anforderungen einerseits zu genügen und diese mit den eigenen Möglichkeiten umzusetzen, wird uns Kompromisse machen lassen. Wir wollen miteinander im Gespräch bleiben, damit es gelingen kann, dass wir uns immer neu an unseren Zielen und Grundsätzen orientieren und dabei auch ganz neue Wege entdecken und beschreiten.

Unser Leitbild steht für Sie auch als PDF-Dokument zum Download bereit.


Unsere Geschichte

Im Frühjahr 1949 versammelten sich die Jugendmitarbeiter der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden Hamburgs im Hamburger Albertinenhaus, um Pläne für die Zukunft der freikirchlichen Freizeitarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Norden Deutschlands zu schmieden.

Der Auslöser hatte eher weltlichen Charakter – es bestand die Möglichkeit, Ausstattungsgegenstände aus amerikanischen Armeebeständen zu er­gattern. Eine solche Gelegenheit würde sich im Nachkriegs­deutschland so schnell kein zweites Mal bieten. Und so bildeten kurzerhand drei Zweimast­zelte, einige Kochgeschirre und Klappliegen den Grundstock für die Zeltlagerarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Mölln.

Foto: Zeltlager 1957
Zeltlager 1957

Nach einem Jahrzehnt Freizeitarbeit im Zeltlager und im Angesicht des deut­schen Wirtschaftswunders entwickelte sich Anfang der 1960er Jahre der Wunsch nach einer festen Unterbringung. Im April 1962 begann die Suche nach einem geeigneten Grundstück.

Im Görlitzer Ring 7 in Mölln wurde man schließlich fündig. Zum Zweck des Grundstückserwerbs und im Bestreben, die Freizeitarbeit auf eine breitere Basis zu stellen, wurde daraufhin am 28. April 1966 das Evangelisch-Freikirchliche Sozialwerk in Norddeutschland e.V. gegründet.

Ende Juni 1967 standen dann auch die Mittel zur Errichtung der ersten beiden Häuser bereit und nur ein Jahr später, am 01. Juli 1967, konnte gemeinsam mit 400 Gästen die Einweihung des Tannenhofes gefeiert werden.

Foto: Einweihungsfeier des Tannenhofes 1967
Einweihungsfeier des Tannenhofes 1967

Seither erfährt der Tannenhof Mölln stetige Erweiterungen und seine Aus­stattung wird auf dem Stand der Zeit gehalten. Hierzu tragen die Mitglieder durch Spenden, ehrenamtliche Mitarbeit und Gebet bei. Höhepunkte dieses ehrenamtlichen Engagements sind seit 2007 immer wieder unsere Arbeits­freizeiten unter dem Motto 'Ora et Labora' – beten und arbeiten für und auf dem Tannenhof Mölln.

Hinter dem Sozialwerk stehen heute mehr als 300 Einzelmitglieder sowie 54 Norddeutsche Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Stand Mai 2014).

Das Kuratorium

Das Kuratorium des Sozialwerks unterstützt die Arbeit des Tannenhofs durch ehrenamtliche Mitarbeit bei Sanierungs- und Baumaßnahmen und bei der Gestaltung inhaltlicher Angebote.

Das Kuratorium besteht aus mindestens zwölf Mitgliedern. Die Mitglieder des Kuratoriums wählen aus ihrer Mitte einen geschäftsführenden Vor­stand, der sich mindestens aus dem Vorsitzenden, dem Stellvertreter, dem Schatzmeister, dem Wirtschaftsleiter und dem Schriftführer zusammensetzt.

Foto: Der erste Vorstand 1967 bei der Eröffnung des Tannenhofes
Der erste Vorstand – 1967, bei der Eröffnung des Tannenhofes, war das noch reine Männersache
v.l.n.r: M. Otto, K.-H. Grothe, R. Pusch, H. Krohn, J. Ekelmann (1. Vors.)